Moin!

Ich bin Stella und lasse mich bei der Zeitungsgruppe Ostfriesland zur Medienkauffrau Digital und Print ausbilden – früher hieß das noch Verlagskauffrau. Ursprünglich komme ich aus dem südlichen Emsland, bin aber für die Ausbildung nach Ostfriesland gezogen. Nach meinem Schulabschluss wollte ich unbedingt „was mit Medien“ machen – ein Studium war mir zu dem Zeitpunkt noch zu theorielastig. Also habe ich das Internet nach möglichen Ausbildungsplätzen durchforstet. Ein Zeitungsverlag war tatsächlich nicht meine erste Wahl, da ich ursprünglich eher in Richtung Buchverlag gehen wollte, aber die Stellenanzeige der ZGO hat mich neugierig gemacht. Bis zu diesem Zeitpunkt war Ostfriesland für mich noch „da wo die Ostfriesenwitze herkommen und Otto Waalkes Ottifanten malt“ – klischeehaft, ich weiß. Aber das sollte sich bald ändern. Nach einem Eignungstest und einem Vorstellungsgespräch kam der ersehnte Anruf. Und ehe ich mich versah, hatte ich auch schon meine allererste Tasse Ostfriesentee vor mir und bekam von meiner Ausbilderin Informationen über die ZGO. Die Ausbildung bei der ZGO beginnt immer schon im Juli, die Berufsschule aber erst im August. Das liegt daran, dass der gesamte erste Monat als „Rundlauf“ geplant ist, man durchläuft alle Abteilungen und lernt so das gesamte Unternehmen kennen.

Für Neulinge auf jeden Fall eine große Hilfe. Während der Ausbildung wechselt man außerdem alle zwei bis drei Monate die Abteilung, Abwechslung ist also garantiert. Apropos Berufsschule: Mit dem Firmenwagen morgens vor der Schule vorzufahren ist schon irgendwie cool… In den ersten paar Monaten nach Beginn der Ausbildung fand die Wahl der Jugend- und Auszubildendenvertretung statt. Ich bekam das Amt – denn auch „Frischlinge“ dürfen und sollen von Anfang an Verantwortung übernehmen. Für den Azubi-Wettbewerb einer Krankenkasse planten und begleiteten wir den Bau einer Außenterrasse, damit unsere Kollegen im Sommer die Mittagspause auch mal draußen verbringen können. Wenn man mich heute fragen würde, ob ich meine Entscheidung damals in irgendeiner Art und Weise bereue: Nope. Denn während der Ausbildung habe ich nicht nur Abos und Anzeigen verkauft, sondern auch kleine Artikel geschrieben, Marketing-Kampagnen mitbetreut und mit Abonnenten telefoniert, die einfach nur mal die morgigen Wetteraussichten wissen wollten. Die Ausbildung zur Medienkauffrau Digital und Print beinhaltet also ein großes Sammelsurium an Projekten und Fachgebieten. Von wegen bloß „olle Zeitung“ – das hier ist eine Wundertüte.

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